
Foto: M. Ziegan
Guckert – Drums
Peter – Bass
Dennis – Gitarre/Vocals
Schnell, ungehobelt und mit ordentlicher D-Beat-Seite klingen die Songs in Kombination mit der ein oder anderen ruppigen Melodie in gewisser Eingängigkeit. Wenn dann stellenweise noch die Gitarre aufjault, klingt das so richtig schön räudig. Der Gesang brüllt durchweg drauflos und da die Gießener fast ohne Atempause durchprügeln, gehen zwar die Details ein bißchen im rohen Gesamtsound unter, was aber nicht wirklich schlimm ist, denn das machen sie durch kompromisslose Power-Attitüde wieder wett. Zudem versprühen die Texte einen wunderbaren tiefschwarzen Humor.
Vielen Dank an Katja vom Krachmanifest Fanzine für die Textvorlage
Mit eigenen Ideen fand DoXa, die sich 2013 in Köln gründeten, eine zum Teil treibende und wütende Musikart, die oft düster und melancholisch wirkt. Aufgrund eines Besetzungswechsel an der Gitarre in 2016 orientierte sich die Band teilweise musikalisch neu und es entstand die Idee, sozialkritische und philosophische Texte im Punk oder Hardcore neu zu definieren. Die intensivste, aber auch düsterste Gesellschaftskritik findet sich meistens in den Theorien alter soziologischer Klassiker, wie von Adorno, Foucault oder Bourdieu. So entstand aus der eigenen persönlichen „Verneinung von Welt“ und entsprechender Punkattitüde ein neues musikalisches Konzept, welches musikalische Inspirationen von Bands, wie Tragedy, Wolfbrigade oder From Ashes Rise erhielt. Die eigenen Gedanken und Emotionen ließen sich durch die „Brille einer Theorie", z. B. von Adorno ergänzen und Punk neu denken lassen. So entstand die wütende, düstere und melancholische Mischung von DoXa. 2019 brachten sie ihr Debut-Album „Residuen“ heraus.

Dr. Cornelia Günauer - Referentin
Von der Kunst sich Gehör zu verschaffen: Lärm – Musik – Protest
Anhand unterschiedlicher Fallbeispiele wirft der Vortrag ein Licht darauf, wie einerseits Musik politischen Protest und Widerstand inspirieren und antreiben kann, und wie anderseits politischer Protest zur Triebfeder musikalischen Schaffens wird. Wie wird hierbei ausgehandelt, was als Musik und was als Lärm, was als legitimer und was als illegitimer Protest gehört und verstanden wird? Indem der Vortrag den Dynamiken dieser Grenzverschiebungen nachgeht, gibt er Einblicke in die enge Verbindung von Musik und Politik.
Ein wirbelnder Sog, der in einem erloschenen unterirdischen Riesenvulkan verschwindet. Es ist ein ewiges Wechselspiel zwischen dem Abstürzen in die unendliche Tiefe des Meeres und dem Reiz des Risikos am Rande des Wirbels die Gefahr zu genießen. Sicherheit gibt es in jedem Fall nicht. Fische und anderes Meeresgetier meiden instinktiv die Nähe des Strudels, Menschen hingegen werden immer wieder Opfer ihrer nicht zu bezähmenden Neugier und wagen sich zu nahe heran.
Gewinner des internationalen Biberacher Jazzpreises 2018
Gewinner der internationalen Getxo Jazz Competition 2017
Gewinner des europäischen Burghauser Jazzpreises 2015

Foto: Detlef Kinsler
Michael Abendroth – Schlagzeug
Paul Schmanke – Bass/Kontrabass
Lucas Baumeister – Gitarre/Gesang
Enrique Heil – Posaune/Gesang
Thomas Wagenhäuser – Posaune/Gesang
Andre Becker – Trompete
Maximilian Shaikh-Yousef – Saxophon
Das Ohr am Zeitgeschehen, leisten Fellaws Kingsdom mit Liebe und Wut Trommelfellmassagen bis auch der letzte Krampf deinen Körper verlässt. Mit einem Mix aus Ska, Punk, Hip Hop und Elektro gepaart mit Bläserlines bringen Fellaws Kingdom Kritik an Staat und Gesellschaft zum Oszillieren und eure Beine zum Stampfen, Tanzen, Fliegen. Aus den Tiefen des Frankfurter Melting-Pots, wo Kritik nicht nur theoretisch aufgelegt wird, schallt „SuperSka“ durch die Häuserschluchten. Fellaws Kingdom verhandeln die Themen, die uns auf den Nägeln brennen, geben Denkanstöße und Sound bis die Ohren glühen.
Alle werden fallen sind Bella und Nico. Sie bringen auf der Bühne Rave und Punk zusammen mit Poesie und Politik. Das Duo aus Frankfurt am Main hat zwischen deutschen Gedichten, Bier, dem Bordstein und dem Dancefloor schon viel gesucht, einiges verloren und fast alles erfunden. Modular und tanzbar sind sie von EBM, Ravepunk und Techno inspiriert, halten sich im Studio aber wenig an Vorgaben und mehr an den Moment. Manchmal zart, manchmal hart. Live sind die Ansprüche an die Fingerfertigkeit gering und die Dancemoves expressiv.
Ein wilder Mix aus Jungle, Gabba, Hardcore und Breakcore
Intellectualkiller aka Leon ist gebürtiger Hanauer. Aufgewachsen in der Metzgerstraße hat sich früh ein Intresse für unkonventionelle Musik entwickelt. Seine Jugendjahre verbrachte er in Kaiserslautern, wo er auch relativ schnell seinen besten Freund Elias aka Gigi Diagnostico kennenlernte. Der war bereits für das Produzieren von Elektronischer Musik bekannt und so entwickelte sich ein starkes Interesse an Underground Subkultur.
Erst war es nur das reine Konsumieren von Musik auf Partys, doch es kristallisierte sich schnell eine Gruppe von Menschen heraus, die Bock auf mehr hatte. Der Wunsch nach härterer Musik - zum einen Selbstbestimmung, aber auch ein unkommerzieller Anspruch - führte zu den ersten illegal stattfindenden Raves in und um Kaiserslautern. Nach fast zehn Jahren trennten sich die Wege der beiden wieder, aber die Liebe zur Musik blieb bestehen.
Ihr könnt euch auf einen wilden Mix aus Jungle, Gabba, Hardcore und Breakcore freuen.
Musik für Stars, Sterni und Girlys, die auf popkulturelle Referenzen, Gewalt und Wundertüten stehen. Und auch für die Freund:innen beschriebener Menschengruppen. Punk Rock von Leuten, die an nichts mehr Glauben. Außer an das Spontane. Gefühle und Inhalte. Aber vor allem glauben sie daran, dass zu wenig Proben gerade genug sind. Wir sind Aszendent Joghurt.
Sands of Polaris sind ein Bandprojekt aus Hanau, das sich aus Musikern der Bands EyeShotEmily, Breakfasttable Doomsday Machine, Wide Viewed und Etch A Sketch Diaries gebildet hat. Sounds of Polaris vermengen die Genres Post-Rock, Progressive Rock und Ambient Rock zu einem beeindruckenden instrumentalen Soundgewitter, das sie auf der Bühne des autonomen Kulturzentrums Metzgerstraße Hanau 2019 als Weltpremiere präsentiert haben.
Shok Güzel vereint vier Personen mit unterschiedlichen musikalischen Hintergründen und versucht Grenzen zwischen Hardcore, Punk und anderen Genres zu überschreiten. Das türkische „çok güzel“ heißt umgangssprachlich übersetzt „super“, „unheimlich gut“ oder „du bist sehr schön“. Trotz der Selbsteinstufung als „Happy Hardcore“ bekennen sich die englischen und türkischen Texte zusammen zu einer klaren Sichtweise, die eindeutig antifaschistisch und feministisch und manchmal auch nicht so glücklich ist.
Wenn ich James Stewart gewesen wäre
Robert "Robsie" Richter veröffentlicht seit gut 40 Jahren abseits von Feuilletons und literarischen Salons Gedichte und Kurzgeschichten in Little Mags und Klein- und Kleinstverlagen. Beeinflusst vom DIY-Gedanken des Mitsiebziger-Punk war er viele Jahre Herausgeber von "Kopfzerschmettern", dem Fanzine für Hardcorepoesie und Metalllyrik, das für viele spätere Literaturfanzines und -magazine stilprägend war. Richter hat nie einen Literaturpreis gewonnen und ist stolz darauf. Sein aktueller Gedichtband "Wenn ich James Stewart gewesen wäre" erschien 2022 bei Rodneys Underground Press in Dortmund.

Ella Kramer – Gesang, Gitarre
Kenny Aygün – Bass
Bence Szabo – Gitarre
Sebi Pieler – Schlagzeug
Die vier Musiker:innen der Wiener Band Burnswell verschmelzen harte Riffs, die in melancholischen Melodien münden, mit dröhnenden Bässen und energetischen Drums. Das Debut Album „Populution“, deren meisten Lieder einen kritischen Blick in die Zukunft werfen, wurde am 12. Mai 2023 veröffentlicht. In der heutigen Zeit des Klimawandels, korrupter Politik, Ressourcenknappheit und Kriegen, werden wir gezwungen, uns mit dem zukünftigen Leben der Menschheit intensiv auseinanderzusetzen. Die Band nimmt hierzu Stellung, sowie zu Zeitgeist, politischen Vorgängen und was es bedeutet, genau jetzt auf dieser Welt zu sein. Zwischen schweren Riffs und sphärischen Klängen begibt sich der/die Hörer:in auf eine vielseitige Reise. Die feurige Leidenschaft der Band ist deutlich in ihrer energischen Musik und den spektakulären Live-Shows zu spüren.
120 Minds Musik ist ein Mix aus psychedelischen Klängen mit dezent orientalischen Melodien und harten Riffs. Der Gesang erinnert an meditative Gesänge Asiens bis zu explodierenden Schreien eines von Dämonen besessenen Wesens. Rein instrumentale Phasen bleiben aber in vielen Stücken nicht aus. Obwohl 120 Minds nur zu dritt auf der Bühne stehen, mag keiner verspüren, dass etwas an Fülle fehlt. Be prepared for the outburst!
Scheissediebullen, die es in unveränderter Besetzung seit 2010 gibt, haben mit dem Vorsatz angefangen, deutschsprachigen Punkrock zu machen, wie sie ihn selbst gerne hören oder besser gesagt, gerne hören würden. "Was uns bei den meisten Deutschpunk-Bands gehörig auf den Senkel geht, sind fehlende politische Inhalte und Positionen oder der 1000. Song über selbstreferenziellen Szenequatsch und White-boy-problems. Liebeslieder sind hingegen IMMER OK, egal ob über Menschen, Tiere oder Getränke! Auch hatten wir keinen Bock mehr auf diese augenzwinkernd-selbstironische oder pseudo-depressive Posti-Scheisse, die so viele an den Tag legen, während überall die Hütte am Brennen ist. Ob wir das jetzt besser hinkriegen als die Bands, die bereits mit vier Zeilen ein verkürzteres Weltbild darstellen als Peter Sloterdijk, wissen wir allerdings auch nicht... :-)"
Noise und Energie, Liebe, Wut und Leidenschaft, brachial und zart, hemmungslos und wild, laut und verspielt, aggressiv und zärtlich. Kompromisslos, gnadenlos gegenüber uns und gegenüber Euch. Ungeschliffen, auf den Punkt gebracht und ohne unnötigen Ballast! Mit der Musik wollen malm vor allem viele spannende Live-Gigs erreichen, denn das ist es was malm antreibt: Neue Orte mit ihren Menschen kennenlernen, Einblicke in Gesellschaft und Soziales Miteinander.
Björn am Bass gibt ordentlich die Sporen und brettert derart intensiv, als ob zwei Basser, wie zu malms Anfangstagen, uns das Hirn zermalmen. Seit 1998 malträtiert Matthew kernig die Stöcke am Schlagzeug und klingt dabei wie frisch verliebt, aufregend! Überall Schmetterlinge, überall Zecken…… Sägend fett und nervenzerfetzend haut dir Holger die kranke Gitarre durch´s Gebälk, yes!
KidZ On Sugar - angelehnt an die ElectroClash Grrrl Crew Chicks on Speed - ist ein One Queer Project, das verschiedene elektronische Genres vereint. Mit lauten Beats, untermalt von elektronischen Melodien, mal mehr punkig, mal mehr poppig, immer zum Tanzen und Aufdrehen.